Keramik Pingsdorfer Art

10. Jh.- ca. Mitte 13. Jh.

Namengebender Fundort ist Pingsdorf bei Brühl. Der verwendete Ton ist weißgelb bis graugelb, typisch ist eine rotorange bis braune Bemalung. Die Irdenware ist von geringer Wandstärke. Fast alle Gefäßtypen wurden auf der Drehscheibe hergestellt.

Trink- und Eßgeschirr zeichnet sich durch einen angekniffenen Wellenfuß aus.
Auf dem Oberteil der Vorratsgefäße befindet sich eine Strichbemalung, die Kommas, Spiralen oder Wellen ähnelt. Becher besitzen meist auf ihrem Hals schräg gestellte Strichgruppen, die von umlaufenden Linien abgegrenzt werden, auch Gitterbemalung ist möglich. Diese Gitterbemalung tritt in einer späten Phase auf (Beginn 12. Jh. in den Niederlanden).
Geographische Verbreitung: bis Nordfrankreich, England, Norwegen, Westrußland.
Bevorzugtes Handelsgut sind Amphoren mit Wein.


Literatur:
Mittelalterliche Gefäßkeramik: die Bestände des Kölnischen Stadtmuseums, bearbeitet von Sabine Wirth, hg. vom Kölnischen Stadtmuseum 1990, Einleitungskapitel.


Juli 2002, Denise Schneider
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