Die folgenden Quellen haben sich bei unserer Recherche für unser Zeltprojekt angesammelt.
Leider fehlen bei einigen Bilder die genauen Quellenangaben. Sollte jemand die entsprechenden Quellen zur hand haben, bitte melden --> Webmaster.
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LA 2310/23 Berlin ms.germ. 2°129: Sächsische Weltchronik fol 112 Kaiser Barbarossa bpk/ Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung gesamtes Bild (32kB) |
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251132 Berlin ms.germ.2°282: Heinrich von Veldeke, Eneit fol I Menelaus sitzt mit drei Genossen im Zelt bpk/ Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung gesamtes Bild (32kB) |
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251190 Berlin ms.germ.2°282: Heinrich von Veldeke, Eneit fol LXIv Ein Königsbote kommt zu dem in seinem Zelt sitzenden Eneas und bittet um Frieden bpk/ Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung gesamtes Bild (34kB) |
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LA 2227/16 Berlin Stiftg.Preuss.Kulturbesitz,St.B. Cod.Ham. 150-I : Grandes Chronique de France fol 175v Miniatur: Karlmann erhält Nachricht vom Tod seines Bruders Ludwig III. (882) bpk/ Staatsbibliothek zu Berlin, Handschriftenabteilung gesamtes Bild (43kB) |
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101 576 München, Staatsbibliothek Cod.germ. 19 Wolfram von Eschenbach: Parzifal gesamtes Bild (49kB) |
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103 737 München, Staatbibliothek. Cod. lat. 61 Guido de Columna. Historia Troyana fol 139v Die Trojaner verbrennen ein Zeltlager der Griechen gesamtes Bild (42kB) |
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240 930 Pommersfelden Schlossbibl. Cod. 311 (2924) Renaud de Montauban, Bd 1 Flandern (Brügge?), um 1470 fol. 386v Karl der Grosse berichtet seinen Rittern seine Geschicke gesamtes Bild (41kB) |
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236 584 Stuttgart LB Cod.bibl. 2° 5 : Weltchronik des Rudolf v. Ems fol. 73v Textseite mit Miniatur: Moses und Aaron, durch die Wolke vom Volk geschützt, fliehen ins Zelt gesamtes Bild (11kB) |
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La 2382/2 Stuttgart LB Cod.HB XIII 2: Willehalm von Orlens, Elsaß, 1419 fol 16v Illustration: die Heere Willehalms und Jofrits sammeln sich gesamtes Bild (33kB) |
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Wiesbaden, Landesbibliothek, Cod. 1 Hildegard von Bingen: Liber Scivias, 13.Jahrhundert, folio 22 RBA 13 325 gesamtes Bild (60kB) |
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Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum Inv.-Nr. Gm 303 Judith und Holofernes Süd-Deutschland 1515/1600 Leinwand 57,2x105cm Seitenverkehrte Kopie nach dem Wandbild Kape (?) Schaufeleins im Rathaus in Nördlingen Reg.-Nr. GNM Gm. 303 gesamtes Bild (32kB) |
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Rolandslied, British Library, MS Landsdowne 782 fol. 34v-35. (frühes 13. Jh.) gesamtes Bild (90kB) Großansicht (197kB) History of tents |
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Petrus de Ebulo Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis Codex 120 II der Burgerbiliothek Bern 1994 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen fol 109r: Belagerung Neapels. Heinrich VI. mit seinen Edlen gesamtes Bild (33kB) Großansicht (98kB) Die folgende Abbildung gehört zur gleichen Folie |
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Petrus de Ebulo Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis Codex 120 II der Burgerbibliothek Bern 1994 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen fol 110r: Graf Richard von Acerra verletzt. Abgesandte aus Salerno vor dem Kaiserpaar gesamtes Bild (33kB) Großansicht (77kB) |
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Petrus de Ebulo Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis Codex 120 II der Burgerbibliothek Bern 1994 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen fol 112r: Der Archidiakon von Salerno als Geisel bei dem kranken Kaiser in Neapel gesamtes Bild (34kB) Großansicht (84kB) Die folgenden vier Abbildungen gehören zur gleichen Folie |
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Petrus de Ebulo Liber ad honorem Augusti sive de rebus Siculis Codex 120 II der Burgerbibliothek Bern 1994 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen fol 114r: Rückzug des kranken Kaisers nach Deutschland gesamtes Bild (31kB) Großansicht (148kB) |
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Ausschnitt aus Simone Martini’s Fresko von Guidoriccio da Fogliano bei der Belagerung von Monte Massi 1328 Großansicht (73kB) |
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A Tabriz miniature of about 1306 depicting the besieged defenders of a town advancing to battle. The Siege of Mashad al-Dai, A.D. 998 Edinburgh University Library [Or.Ms.20, Rashid al-Din's Jami al-Tavarikh (Tabriz c AD 1314) folio. 125V]. Humble, R., Warfare in the Middle Ages, London, 1989, p. 106. Großansicht (25kB) |
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Chronik von Ionnis Skylitzes, Madrid, Biblioteca Nacional (1150-1250) Grabar, A., & Manoussacas, M., L'illustration du manuscrit de Skylitzes de la Bibliotheque Nationale de Madrid, Venise, 1979 Skylitzes Chronicle The Madrid Skylitzes Project |
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The Illustrations of the Utrecht Psalter, hrsg. von Ernest Theodore de Walde, Princeton 1932 (Bibliothek der Reijksuniversiteit Utrecht) Utrecht Psalter 15a zu Psalm 26,2: Aufbruch der Krieger gesamtes Bild (108 kB) |
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The Illustrations of the Utrecht Psalter, hrsg. von Ernest Theodore de Walde, Princeton 1932 (Bibliothek der Reijksuniversiteit Utrecht) Utrecht Psalter 25a zu Psalm 42,3: Gespräch in Gottes Wohnung gesamtes Bild (77 kB) Großansicht (42 kB) |
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The Illustrations of the Utrecht Psalter, hrsg. von Ernest Theodore de Walde, Princeton 1932 (Bibliothek der Reijksuniversiteit Utrecht) Utrecht Psalter 34b zu Psalm 60,7: Gebet für die Zukunft des Königs gesamtes Bild (78 kB) |
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Eadwine Psalter Großansicht (82,3kB) |
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aus "Medieval Warfare" von H.W. Koch wird "William of Tyrms" (1250-60) zugeschrieben: europäische Armbrustschützen greifen in dieser Szene aus dem William of Tyre Manuskript eine Stadt an (1250-60) Großansicht (227kB) |
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Anglo-Catalan Psalter folio 002r Über den Psalter: Moleiro |
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Anglo-Catalan Psalter folio 044v |
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Anglo-Catalan Psalter folio 044v |
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Anglo-Catalan Psalter folio 114r |
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Anglo-Catalan Psalter folio 135r |
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Mongolische Reisezelte, maykhan von Shchepetelnikov Großansicht (22 kB) Anmerkung: interessant ist die Ähnlichkeit mit den Zelten aus dem Utrecht und dem Eadwine Psalter |
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1108-1115 Dijon 14, Bibel, fol. 158r, Judith-Initial Elm, Kaspar (Hg.): Bernhard von Clairveaux. Rezeption und Wirkung im Mittelalter und in der Neuzeit (Wolfenbütteler Mittelalter-Studien, Bd.6, hrsg. v. Herzog august Bibliothek), Wiesbaden: Harrassowitz, 1994 Großansicht (235kB) |
Bumke war Professor an der Harvard University und an der FU Berlin sowie in Köln. Er hat sich vor allem mit den historischen Grundlagen der mittelalterlichen Literatur beschäftigt:
"Ritterbegriff im 12. und 13. Jhdt" (1964) "Ministerialität und Ritterdichtung " (1976) "Mäzene im Mittelalter" (1979) und "Höfische Kultur, Literatur und Gesellschaft im hohen Mittelalter" (1986).
"Die Burg war nicht die einzige Form der feudalen Wohnung. Wenn die großen Herren unterwegs waren und nicht damit rechnen konnten, jeden Tag bei befreundeten Standesgenossen ein Quartier zu finden, dann wohnten sie in Zelten. Man bediente sich der mobilen Wohnungen auf Kriegszügen und auf Pilgerreisen, auf Turnierfahrten und auf dem Weg zu großen Fürstentagen. [...] Seit der Eneit von Heinrich von Veldeke gibt es Zeltbeschreibungen in der höfischen Epik, und diese Beschreibungen zeigen, daß man das Zelt als eine mobile Burg betrachtete. [es folgen Vergleiche einiger Zelte mit Burgen]. Das Zeltdach, der huot, und die Seitenwände, die winde, bestanden manchmal aus kostbaren orientalischen Seidenstoffen und waren mit dem Wappen des Zeltherren oder mit figürlichen Darstellungen geschmückt. 'Die Zeltwand bestand aus vier Teilen; sie war hoch und weit.' [es folgt eine Berschreibung der Seiten: Eine aus Samit, von besserer Qualität als alle Seidenstoffe Griechenlands, die andere aus Triblatseide, der Saum aus Gold, die dritte Seite aus rotem Baragan, die vierte aus weißem Fischhaar.] Wie sehr die Zelte als Teil der adligen Luxuskultur angesehen waren, verrät auch die Terminologie. Neben dem Gattungsnamen zelt, gezelt gab es nur noch ein deutsches Zeltwort, und zwar für die kleineren dachförmigen Zelte der Dienerschaft und der einfachen Krieger: hütte. Die großen Prunkzelte wurden meistens mit dem französischen Wort pavilun, poulun benannt, das zum ersten Mal in Hartmanns Erec bezeugt ist. Im 'Willehalm' kommen die Zeltwörter preimerun, ekub, treif und tulant vor, die alle aus dem Französischem stammen (tulant ist ungeklärt).Prunkzelte mit unglaublich reicher Ausstattung hat es tatsächlich gegeben. Im Jahr 1157 schickte König Heinrich II. von England an Kaiser Friedrich I., zusammen mit anderen Geschenken, 'ein riesiges prachtvolles Zelt. Wenn du nach seiner Größe fragst: Es konnte nur mit Maschinen und Werkzeugen aller Art und mit Stützen gehoben werden; wenn du nach seiner Beschaffenheit fragst: ich glaube, es kann weder im Material noch in der Ausführung jemals von irgendeinem Gerät dieser Art übertroffen werden.' Gunther von Pairis hat diese Angaben Rahewins über 'das durch seinen wundervollen Schmuck sehenswerte Zelt', durch Einzelheiten ergänzt: 'Du fragst nach dem Material? Es soll ein Gewebe aus fremdländischem Faden gewesen sein....'"
Bumke, Joachim, Höfische Kultur, München, 1999, 9. Auflage, S. 168-170
"[..] Die Knechte wurden in Hütten (hütte) aus Laubwerk und Stroh untergebracht, während die Ritter Zelte hatten. Aus Zweigen gefertigte Hütten sind aus ältester Zeit belegt. Ammianus Marcelinus erwähnt sie als Zelthütten der gotischen Krieger. In einer derartigen Hütte starb Ludwig der Fromme auf einer Insel nahe bei Mainz."§50 Das Zelt
"Die Fürstenzelte waren ungemein groß und prächtig; 1189 ward dem Kaiser Friedrich Barbarossa auf seinem Durchzug durch Ungarn von Bela III. ein Zelt geschenkt, das kaum auf drei Wagen fortgeschafft werden konnte. Die Zelte (zelt, gezelde Alph.199) bestanden aus einem Stangengerüst, über welches Leinwand oder kostbare Decken gespannt wurden. Ein prachtvolles Zelt (poulûne aud fr. pavillion = Schmetterling, also weitausgespanntes Zelt) beschreibt Hartmann im Erec (8901). Die Zeltbahn ist aud schwarzer und weißer Seide, darauf sind Goldstickereien, Männer, Vögel, Tiere darstellend, der Zeltknopf ein vergoldeter Adler, die Zeltschnüre farbige Seidenfäden. Die poulûne des Königs Artus bedeckte weithin das Feld (5020). Pavelûne heißt auch das Jagdzelt (TR. 3350)."
Alph.=Alpharts Tod. (Sammlung Göschen Nr.10. Kudruns- und Dietrichepen von Dr. O. L. Jiriczek.)
Tr.=Tristan (Sammlung Göschen Nr.22.)
Prof. Dr. J. Dieffenbacher, Deutsches Leben im 12. und 13. Jahrhundert, Band I Öffentliches Leben, Sammlung Göschen, Vereinigung wissenschaftlicher Verleger Walter de Gruyter & Co, Berlin und Leipzig, 1919
"In Deutschland wurden große Feste bevorzugt an Pfingsten gefeiert. 965 versammelte Otto der Große, 1007 Heinrich II., 1184 Friedrich Barbarossa eine große Festtagsgesellschaft in Köln, bzw. Mainz um sich. Zu dieser Jahreszeit konnte man auch Vornehmen die Übernachtung in Zeltstädten zumuten."Jahreszeiten: Winter
"Wenn es sein muß erweisen sich vor allem Kaufleute und Krieger als erfinderisch und anpassungsfähig. Zum Jahr 860 verzeichnen die Fuldaer Annalen einen für Feld- und Baumfrüchte verderblichen Winter. Da sogar das Ionische Meer mit einer dicken Eisschicht bedeckt gewesen sei, hätten Kaufleute ihre Waren auf Wagen und Pferde geladen und seien so nach Venedig gezogen. Etwa ein halbes Jahrhundert später campierten Krieger während eines Aufstandes trotz Winterkälte in Zelten und eilig erstellten Hütten um rasch einen strategisch wichtigen Berg zu befestigen."
"Das Segel mußte so strapazierfähig sein, dass es nicht von einem plötzlichen Windstoß zerfetzt werden konnte. Es sollte an Bord und an Land als Zelt dienen."
"König Alfons von Galitien und Asturien, mit dem Karl der Große befreundet war und in lebhaften Gedanken- und Geschenkaustausch stand, ließ 798 ein Zelt von wunderbarer Schönheit überbringen."
"War ein großes Gefolge unterzubringen, so wurden mitgebrachte oder klostereigene Zelte für Troß und Gesinde aufgeschlagen. Mancher Diener suchte sich zum Schlafen wohl irgendwo auf dem Klostergelände einen trockenen, nicht zu zugigen Platz."
"Die Missionare schlafen in Zelten, wie jahrhundertelang noch weltliche und kirchliche Größen auf ihren Reisen. Der nötige Lebensbedarf [..] ist auf den Booten untergebracht."
"Da nur ein Bruchteil der Reichstagsbesucher in Wohngebäuden unterzubringen waren, mußten auch Große aus Reich und Kirche selber für Unterkunft sorgen. Erst recht natürlich bei der Versammlung in Lippspringe 780. Sie schlugen Zelte auf wie Bonifazius in Friesland und wie die Gäste Kaiser Friedrich Barbarossa auf dem großen Hoffest 1184 in Mainz. Das Schlafen im eigenen Zelt, in eigenen Decken oder Fellen wird vielen willkommener gewesen sein, als eine Übernachtungn stickigen, schlecht gelüfteten Räumen, von klammen Bettzeug und Ungeziefer ganz zu schweigen."
"Inhaber von Führungspositionen zahlten einen hohen Preis für das Ansehen, das sie ihrem Amt verdanken. Man war unterwegs bei Wind und Wetter, konnte auch im Sommer bis auf die Haut naß werden, eine Erkältung ging schnell in eine lebensgefährliche Lungenentzündung über. Untergebracht war man in schmuddeligen Herbergen oder in windigen Zelten. Zwischen klammen Bettzeug fand man nachts keinen Schlaf, geplagt von Flöhen und Wanzen, dem Geraschel von Mäusen und Ratten, vielleicht auch von juckenden Frostbeulen, ganz zu schweigen von unruhigen Bettgenossen."
"Offensichtlich führen Grettir und seine Gefährten kein Segel mit sich, aus dem man ein Zelt improvisieren kann. Auch das ist erstaunlich, weil Kaufleute nach ihrer Ankunft an einem Strand oder einem Messeort "Buden" aufbauten, die aus ein paar Pfosten und übereinander geschichteten Grassoden bestanden, über die ein Tuch gespannt wurde."
"Bei anderen Gelegenheiten machen Regen und Kälte den Kreuzfahrern zu schaffen. Es fehlt an Zelten, so daß viele Ritter Erkältungskrankheiten zum Opfer fallen."
"Den Weg durch die Wüste beschreibt Breidenbach als "über alle Maße böse", bringt jedoch nur wenige Einzelheiten. Nachts schlief man in Zelten."
Norbert Ohler, Reisen im Mittelalter, Deutscher Taschenbuchverlag GmbH & Co KG, München, 1991
"Am Vorabend seines letzten schottischen Felzuges machte Edward I. seinen Sohn und eine ganze Reiher seiner Altersgenossen zu Rittern. Er hatte zuvor im ganzen Königreich verkündigen lassen, dass alle Rittersöhne, bei denen die Voraussetzungen zum Empfang der Ritterwürde zutreffen, sich vor Pfingsten in Westminster einfinden sollen um aus der königlichen Garderobe alles notwendige zu empfangen und dann am Pfingstfest Ritter zu werden. Der Palast in Westminster reichte nicht aus um alle Novizen zu fassen. [..] Daher wurden im neuen Tempel Obstbäume und Mauern niedergelegt und auf dem so geschaffenen Platz Zelte errichtet.
Arno Borst (hrsg.), Das Rittertum im Mittelalter, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 1976
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