Keramik Siegburger Art

Ende 12. Jh.- Beginn 16. Jh.

(Höhepunkt der Produktion: 1300-1500)

Hartgebrannte Irdenware (Faststeinzeug).

Seit Beginn des 13. Jhs. ist eine höhere Brenntemperatur erkennbar, die eine Teilsinterung des Scherbens bewirkt. Stark ausgeprägte Drehriefen sind v.a. für das 13. Jh. typisch (-> "geriefte Ware"). Erste Glasurspuren (vermutlich unabsichtlich durch die erhöhte Temperatur entstanden). Rollstempelmuster dienen der Verzierung von Lippe oder Schulter.

Auch "Prunkgefäße" gab es, z.B. eine zweihenkelige Röhrentüllenkanne mit aufgelegten Menschen und Tierfiguren oder einen Pokal mit Rollstempelfriesen und Menschenmasken mit Fischleibern.
Schenk- und Trinkgefäße Pingsdorfer Art (mit gelbgrauem Ton und braunroter bis violetter Bemalung) benutzte man weiterhin im 13. Jh..
Vom Ende des 13.-15. Jh. treten neue Gefäßtypen auf und im 14. Jh. kann man die Siegburger Ware bereits als voll ausgebildetes Steinzeug definieren. Diese Epoche gehört jedoch nicht mehr in unseren Darstellungsrahmen.


Literatur:
Mittelalterliche Gefäßkeramik: die Bestände des Kölnischen Stadtmuseums, bearbeitet von Sabine Wirth, hg. vom Kölnischen Stadtmuseum 1990, Einleitungskapitel.


Juli 2002, Denise Schneider
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